Die 5 Freiheiten von Virginia Satir - Gedanken für*s kommende Wochenende (1.Advent)

Wahre Freiheit ist innere Freiheit - in Zeiten von Corona wichtiger denn je!

Im Zuge der Corona-Situation, der teilweise ausufernden Demonstrationen gegen die erlassenen Maßnahmen – nebst dem „stillen“ Widersetzen gegen Kontaktbeschränkung und die Maskenpflicht - und den immer mehr werdenden fruchtlosen Diskussionen über persönliche Befindlichkeiten einzelner, sind mir gestern die 5 Freiheiten der US-amerikanischen Familientherapeutin Virginia Satir in den Sinn gekommen.

Gerne teile ich diese mit Ihnen, als Inspiration für’s Wochenende und die Wintertage, die noch kommen.

1. Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist. Anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird, in den Fokus zu nehmen.

Das bedeutet: Achtsam durch das Leben gehen, die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt konzentrieren, nicht mit den Gedanken abschweifen - weder in die Vergangenheit noch in die Zukunft. Das Hier und Jetzt auf sich wirken lassen, ohne sofortige Beurteilung. Kein gedankliches Konstrukt einer vermeintlich besseren Wirklichkeit. All das gibt mir die Möglichkeit, meine Energie zu bündeln und zu fokussieren und optimal zu nutzen. Und das, was ich jetzt habe, zu genießen.

Tipp: Schauen Sie sich um. Woran können Sie sich jetzt gerade erfreuen? Was ist gerade gut? – Machen Sie dies 2x am Tag.

2. Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke – und nicht das, was von mir erwartet wird.

Oft befürchten wir, dass unsere Worte und Gedanken nicht „passend“ sind, dass wir für unser Tun nicht die Zustimmung anderer erhalten oder dass wir andere damit verletzen. Aus diesem Grund drücken wir weniger als die Hälfte dessen aus, was wir fühlen und denken. Wir verstecken uns - und statt authentische Beziehungen zu führen, schaffen wir uns instabile Verbindungen und fühlen uns schlimmstenfalls als Opfer oder Verlierer.

Tipp: Sagen Sie mindestens 1x am Wochenende einem Menschen, wie Sie sich gerade fühlen, ohne von diesem Menschen eine Antwort oder eine Lösung zu erwarten. Das heißt nicht, diesen Menschen mit Vorwürfen zu überhäufen. Sondern zu sagen: „Ich bin traurig über…" oder: „Ich freue mich über…"

3. Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen – und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

 Ich darf ich selbst sein und darf mich selbst verwirklichen. Das erzeugt Lebensfreude und Schaffenskraft. Die emotionale Welt, die jeder von uns in sich trägt, ist wie eine Landkarte. Sie hilft dabei, dass wir uns selbst verstehen und auch andere - sie lässt Empathie und tiefe Beziehungen entstehen.

Tipp: Sagen Sie einem Menschen, dass Sie sich freuen ihn zu kennen aber traurig sind, zur Zeit so wenig Kontakt zu ihm oder ihr zu haben. Fragen Sie: „Wie können wir das ändern?“

4. Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche – anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Wir können nicht einfach darauf warten, bis Chancen und Menschen an unsere Tür klopfen. Vielleicht kommen diese nie vorbei. Nehmen Sie die Gestaltung Ihres Lebens selbst und aktiv in die Hand!

Tipp: Sagen Sie einem Menschen, was Sie brauchen: „Ich wünsche mir mehr Kontakt mit dir“ oder „Ich brauche von dir mehr Entlastung von den Kindern“ oder „Ich brauche im Homeoffice andere Arbeitszeiten“ etc.

5. Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen – anstatt immer nur auf „Nummer sicher zu gehen“ und nichts Neues zu wagen.

Raus aus der Komfortzone! Wenn wir wachsen wollen, wenn wir unser Selbstbewusstsein stärken wollen, generell: wenn wir uns entwickeln wollen, DANN besteht die einzige Option darin, zu handeln. Und anschließend die Verantwortung für die Folgen unseres Handelns zu übernehmen. - Wir haben übrigens auch die Verantwortung, wenn wir NICHT handeln – nur merken wir das meist nicht bewusst.

Tipp: Machen Sie am kommenden Wochenende einmal etwas Ungewohntes. Erfüllen Sie sich einen Wunsch, von dem Sie bisher Abstand genommen haben, weil Sie sich nicht getraut haben. Zum Beispiel: Rufen Sie einen Menschen an, von dem Sie lange nichts gehört haben.

Nehmen Sie Ihr Leben selbst in die Hand und entwickeln Sie dadurch Ihre Persönlichkeit und Ihr Selbstwertgefühl weiter. Viel Erfolg!

 

 

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